Archiv für die Kategorie ‘Sonstige Tools’

Präsentationen mit der LaTeX-Beamer Klasse erstellen

Dienstag, 19. Januar 2010

Wer öfters mal Präsentationen macht und nicht immer OpenOffice.org zur Verfügung hat, oder einen anderen Weg sucht um diese zu erstellen, kann sich unter Ubuntu bequem der LaTeX-Beamer Klasse bedienen. Wer LaTeX von Grund auf erlernen möchte sei hierbei auf diverse Anleitungen verwiesen: http://www.latex-project.org/intro.html, http://www.kubieziel.de/computer/latex-tutorial.html.

Die Beamer-Klasse ist unter Ubuntu direkt als Paket verfügbar. Hierzu einfach mal sudo apt-get install latex-beamer ausführen. Danach muss eine Präsentation angelegt werden. Grundsätzlich beherrscht auch gedit die Syntax von TeX/LaTeX und so kann man gleich mit diesem seine Präsentationen bearbeiten und mit der Endung .tex abspeichern. Um zu veranschaulichen wie eine Präsentation aufgebaut wird habe ich bei mir eine Präsentation der FSFE, welche kürzlich an der Technischen Universität Graz gehalten wurde – zum Thema Freie Software Lizenzen, von Peter Bubestinger – hochgeladen (Creative Commons 3.0 Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen).

Diese muss auf eurem System lediglich entpackt werden, dann öffnet ihr ein Terminal, wechselt in das Verzeichnis der .tex-Datei und gebt:

pdflatex fs_tu_graz.tex

ein, und schon wird die Präsentation ins PDF-Format gebracht. Öffnet man diese PDF-Datei nun in Evince und drückt F11, so erscheint rechts oben eine Schaltfläche mit der Bezeichnung: “Präsentation starten”. Nun kann man wie gewohnt mit  Eingabe von Seite zu Seite gehen:

Mit der Pfeil-Taste nach oben bzw. nach links kommt man zur vorherigen Seite und die Pfeile nach unten bzw. rechts blättern ebenfalls weiter, falls mal eine Taste klemmen sollte. Auch mit der Leertaste und anderen Tasten (etwa: Bild auf, Bild ab) lässt sich die Präsentation steuern. Mit F5 kommt man übrigens direkt zum vorführen der Präsentation, ohne zuerst in den Vollbild-Modus wechseln zu müssen.

Fazit: Wenn man die Syntax durchschaut hat, lassen sich recht gute Präsentationen machen. Ein “toll animierter” Folienübergang beeindruckt heutzutage ohnehin kaum mehr jemanden und außerdem ist es sehr einfach zu bearbeiten und weiterzugeben: daher auch Ideal geeignet für Creative Commons-Werke.

BleachBit

Freitag, 24. Juli 2009

Manchmal möchte man einfach mal Daten entfernen, die man nicht mehr braucht bzw. die nicht in falsche Hände geraten sollen. Natürlich ist das Kommandozeilen-Programm shred für diesen Zweck ziemlich gut und man kann sehr genau sagen, was man entfernen möchte und wie oft es überschrieben werden soll. BleachBit ist ein grafisches Programm, welches die Einstellungs-Dateien einiger Standard-Anwendungen bereits kennt und diese auf Wunsch vernichtet. Unter anderem lassen sich: Pidgin-Chat Logs, die Bash-History, Firefox-Daten, Epiphany-Daten, gedit (Liste der zuletzt geöffneten Dokumente), Java-Cache, OpenOffice-Cache und auch die gespeicherten Daten von APT entfernen.

Recht praktisch ist das Auswahlmenü, des Programms. Hier kann man z.B. wählen ob man nur den Cache oder nur Cookies oder mehrere Dinge von Firefox shreddern will. Man kann natürlich gleich die Daten aller Programme anwählen und vernichten lassen. Ich denke für Privatanwender ist dieses Programm gar nicht mal so schlecht, auch wenn man leider in der aktuellen Version noch keine Angaben machen kann wie oft die Daten überschrieben werden sollen oder welches Verfahren benutzt werden soll. Zumindest zum aufspüren und freiräumen des Speichers tut es seine Arbeit recht zuverlässig :)

Link: http://bleachbit.sourceforge.net

PS: Ich finde es aber grässlich, dass die Entwickler einen Screenshot des Programms unter M$ Win auf der Hauptseite zeigen :P

PPS: Unter Ubuntu kann man es auch über Synaptic laden. Debian-Nutzer können es von SourceForge holen ;)

Mehrere XServer starten – leicht gemacht ;-)

Dienstag, 02. Juni 2009

Vielleicht kennt der eine oder andere die Situation: Du befindest dich mitten in einem Spiel, welches den gesamten Bildschirm beansprucht. Du siehst keine Möglichkeit das Fenster irgendwie zu minimieren oder die Arbeitsfläche zu wechseln und möchtest z.B. ein Forum durchstöbern, deine Mails lesen oder ähnliches – ohne das Programm radikal beenden zu müssen.

Zunächst fand ich eine Anleitung auf ubuntuusers.de, um ein Spiel in einem eigenen XServer starten zu lassen. Natürlich wäre dies auch eine gute Lösung jedoch stürzte mir dieser XServer nach dem ersten Wechsel zum normalen Desktop ab. Die weiteren Möglichkeit die aus der Anleitung von ubuntuusers.de hervorging wäre es die xorg.conf manuell zu konfigurieren. Da ich mir aber nicht die Mühe machen wollte, die xorg.conf anzupassen (und das auch noch für mehrere Spiele) suchte ich nach einer einfacheren Möglichkeit.

Gesucht -> gefunden. Und zwar mit den Bordmitteln, die Ubuntu mitliefert unter (System -> Systemverwaltung -> Anmeldefenster -> Reiter: Sicherheit -> Button: X-Server konfigurieren)

Anmeldefenster

Mit diesem Button kann öffnet man einen Dialog, in dem man sehr einfach mehrere XServer mit dem gdm starten lassen kann(Einstellungen vom 1.XServer können 1:1 übernommen werden).

einstellungen-des-x-server-anmeldefensters

Der Haken dabei ist natürlich, dass man nicht nur X sondern auch das komplette GNOME erneut lädt. Ob sich das stärker auf die CPU/RAM-Leistung auswirkt kann ich nicht beurteilen. Nach einem Neustart findet man das übliche Login-Fenster vor. Mit Strg+Alt+F9 wechselt man in den 2.XServer, Strg+Alt+F10 den 3., etc. (Strg+Alt+F8 wird nicht durch X belegt). Im Prinzip könnte man jetzt den Rechner neustarten, jedoch könnte man sich nur mit einem Benutzer auf einem XServer einloggen. Daher sollte man noch im Reiter: Allgemein der “Einstellungen des Anmeldefensters” die standardmäßig gesetzte Einstellung “Mehrfache Anmeldungen eines Benutzers deaktivieren” prüfen und ggf. abschalten.

So sieht jetzt mal ein anderer Lösungsansatz für das “Vollbild-Spiele-Problem” aus. Mag sein, dass das mehrfache Laden der GNOME-Oberfläche bei älteren Rechnern kein allzu guter Weg ist, doch zumindest ein sehr einfacher und das sogar ohne auf Scripts, manuelle Änderungen an Konfigurationsdateien(was leicht schiefgehen kann) oder ähnlichem angewiesen zu sein.

Im Grunde wird diese Funktion wohl einigen schon bekannt sein, doch – da sie direkt beim Anmeldefenster untergebracht ist – scheinbar zu leicht auffindbar und somit kaum irgendwo besprochen. Ich selbst nutze Ubuntu ja schon etwas länger, und diesen Button habe ich wohl sehr oft übersehen oder anfangs die Möglichkeiten dieser Einstellungen noch nicht gerafft. Kann auch sein, dass er erst seit kurzem in Ubuntu vorhanden ist(?). Ich weiß es einfach nicht :D

Canon MX310: Als Scanner in XSane einrichten

Freitag, 12. Dezember 2008

Heute möchte ich kurz erläutern wie man den Canon Pixma MX310 als Scanner in XSane einrichtet. Zunächst einmal lädt man sich die Datei mp150-0.14.4.tar.bz2 herunter. Diese finden man unter libsane-pixma 0.14.4 scanner update for MP140, MP710, MX700.

Danach entpackt man das Archiv mit dem Archivmanager oder einem vergleichbaren Programm in ein eigenes Verzeichnis und öffnet ein Terminal.

Dort wechselt man in das Verzeichnis mit:

cd mp150-0.14.4/

(vorausgesetzt der Ordner befindet sich direkt in /home/benutzer) und führt:

sudo make

sudo sh ./install.sh

aus (während diesem Vorgang muss der Scanner eingeschalten sein!).

Sollten die Zugriffsrechte auf die Scanner noch nicht entsprechend gesetzt sein, so muss man folgenden Befehl ausführen:

sudo adduser benutzername scanner

Anschließend öffnet man die Datei /etc/udev/rules.d/45-libsane.rules und fügt dort folgendes ein:

# Canon PIXMA MX310

SYSFS{idVendor}==”04a9″, SYSFS{idProduct}==”1728″, MODE=”664″, GROUP=”scanner”

Nachdem man die Datei gespeichert hat einfach:

sudo udevcontrol reload_rules

ausführen, USB-Kabel abziehen und wieder anstecken.

Das wars ;)

Hinweis: Das Gerät sollte direkt per USB verbunden sein und nicht per Windows-Freigabe eingebunden…

Problem mit Ubuntu Tweak und Splashy

Samstag, 06. Dezember 2008

Hatte heute ein Problem mit Ubuntu Tweak, da ich zuvor splashy ausprobiert hatte. Scheinbar “vertragen” sich die beiden Programme nicht so miteinander und machen gelegentlich Probleme.

Die Fehlermeldung lautete in etwa:
Failed to initialize HAL!

Das Problem war sofort behoben nachdem ich wieder usplash anstelle von splashy verwendete. Nun ist das anpassen des Bootsplash-Bildes zwar wieder komplizierter, jedoch werde ich es weiter versuchen. Ubuntu Tweak kann ich übrigens nur empfehlen. Ein sehr nettes Tool um sein System ein bisschen anzupassen.