Archiv für die Kategorie ‘Internet/Netzwerk’

“Empathy” – der neue Standard

Sonntag, 29. November 2009

Unter Ubuntu 9.10 ist der Gnome IM Client Empathy eingezogen, dieser ist der neue Standard und ersetzt nun Pidgin.

Der Client an sich unterstützt diverse Protokolle wie z.B. ICQ, Jabber, MSN, Gtalk, aber auch einige Netzwerke wie z.B. Facebook!

Das Ganze macht den Client sehr sympathisch für den Einsatz unter Ubuntu – zumindest wenn man all seine Instant Messanger Accounts auf einen Blick haben möchte.

Was für Liebhaber von Jabber sich ein wichtiger Punkt ist wäre die Unterstützung von Voip und Webcam unter Empathy.

Aber auch einige negative Aspekte sind mir aufgefallen z.B. wären da dass der lokale Nickname nicht übernommen wird.
Wenn man also z.B. von einem ICQ Account aus schreibt, wird im Verlauf die ICQ Nummer und nicht der in ICQ verwendete Name Alias angezeigt. Das sieht nicht nur unschön aus sondern ist in der History auch ein Problem. Da auch bei manchen Gesprächspartnern leider nur die ICQ Nummer angezeigt wird.
Dies sorgt für Unordnung, da man sich leichter an einem Nicknamen als an der ICQ Nummer orientieren kann.

Dann passierte mir es, Empathy stürzte und ich habe davon gänzlich nichts mitbekommen weil unter Ubuntu die “Tray Icons” im Informationbereich der oberen Leiste für Chat, Mail usw. gruppiert sind.

Auch gibt es für Empathy noch kein OTR, was für mich allerdings weniger ein Probleme darstellt, weil ich es nicht nutze.

Im Großen und Ganzen entwickelt sich dort ein sehr schöner Messenger für die Gnome Umgebung, nur ich denke die Zeit ist noch nicht Reif, Empathy braucht noch einige Zeit an Entwicklung um auf das Niveau von Pidgin zu kommen, trotzdem ist es ein Blick wert!

Thawte stellt keine kostenlosen E-Mailzertifikate mehr aus

Dienstag, 29. September 2009

Thawte Consulting, das Unternehmen durch dessen Verkauf Mark Shuttleworth – (für diejenigen die es nicht wissen: der Gründer unserer Lieblings-Distribution Ubuntu) – einen Großteil seines Vermögens bezogen hat legt das Web of Trust System in naher Zukunft still. Ich selbst hatte vor gerade mal einem Jahr den Status des Notars erhalten und anstatt, dass mich Thawte per Mail darüber informiert lese ich diese Information eher zufällig auf einer anderen Website. Mit 16.November 2009 werden alle ausgestellten Zertifikate auslaufen. Als “Ersatz” wird allen Zertifikatinhabern vom Stand 24.September 2009 ein 1-Jahres-Zertifikat von VeriSign kostenlos zur Verfügung gestellt. Wer allerdings länger ein Zertifikat von VeriSign haben möchte bezahlt nun US$ 19,95 für jedes folgende Jahr. Diese Information findet man bei Thawte selbst auch noch; Jedoch gut versteckt…

Ich bin echt enttäuscht über die Entscheidung das System einfach abzuschalten. Thawte hatte mit den Zertifikaten nicht nur den Vorteil, dass diese auch unter allen gängigen Windows-Mail-Clients standardmäßig eingesehen und geprüft werden konnten, sondern im Gegensatz zu CACert konnten auch so gut wie alle E-Mailclients mit diesen Zertifikaten gleich gut umgehen und Thawte musste nicht zusätzlich als vertrauenswürdige Zertifizierungsstelle eingetragen werden.

Vielleicht werde ich das kostenlose VeriSign-Zertifikat in Anspruch nehmen, jedoch denke ich, dass ich eher auf GnuPG umsteigen werde. Eine Funktion die ich übrigens schon immer vermisse, ist die Zuteilung eines Zertifikats zu einem Kontakt. Also beispielsweise a@b.com erhält S/MIME-Signatur, b@b.com erhält GnuPG-Signatur. Leider werde ich so etwas wohl selbst nicht umsetzen können, aber vielleicht gibt es das ja schon und ich kenne es noch nicht(?). In den E-Mail-Headern findet man auch oft einen Hinweis auf das System des Absenders. Etwa:

X-mailer: Microsoft Office Outlook, Build 11.0.5510

So könnte eine Erweiterung automatisch die S/MIME-Signatur für den Empfänger vorschlagen. Im Falle von Linux:

X-Mailer: Claws Mail 3.5.0 (GTK+ 2.12.9; i486-pc-linux-gnu)

wäre natürlich GnuPG angebrachter. Vielleicht komme ich ja noch dahinter wie die PlugIn-Systeme von Evolution und / oder Thunderbird funktionieren, dann würde ich mich auch selbst daran machen. Auch wenn ich denke, dass kaum jemand so einen paralellen Einsatz von S/MIME und GnuPG betreibt…

Re: Windows7sins oder Sünden der FSF

Donnerstag, 27. August 2009

Habe mir gerade den Artikel von Martin Gräßlin durchgelesen und möchte nun auch mal was dazu schreiben. Die FSF hat mittlerweile doch schon recht viele Mitglieder und da ist wohl auch schon recht schwierig so viele Projekte unter Kontrolle zu halten. Diese Website finde ich wohl ebenso schrecklich wie Martin. Vor allem die Tatsache, dass gezielt auf Microsoft eingegangen wird im Bezug auf proprietäre Software, da alleine der Name der Website ansich ja auch Windows enthält und jede Negativ-Werbung ist auch gewissermaßen eine Werbung FÜR ein Produkt (Man denke nur einmal an die Anti-Raucherkampagnen die von der Tabakindustrie selbst finanziert werden!).

Wesentlich sinnvoller wäre es wohl, eine Website mit Gründen warum man als Computer-Anwender freie Software benutzen sollte, in einer Form die auch für den Laien verständlich erscheint zu verfassen – oder sowas wie die Website spreadfirefox.com – allgemein für freie Software zu schaffen um diese mehr Leuten bekannt zu machen.

Wie dem auch sei, ich denke man sollte nicht gleich auf die gesamte FSF losgehen. Wenn da ein paar Leute dabei sind, die sowas für sinnvoll erachten ist es deren Kram. Und sich darüber so aufzuregen ändert wohl gar nichts wenn man es nicht direkt an die FSF richtet.

Nachtrag:
Die Benachrichtung auf der Mailingliste kam von peterb[at]fsf.org. Vielleicht lässt der mit sich verhandeln was dieses Projekt angeht ;)

Shocking news! New Firefox 3.5 is out

Mittwoch, 01. Juli 2009

Der neue Firefox wurde gestern offiziell herausgegeben. Diesen Artikel schreibe ich unter anderem um eine Kampagne von SpreadFirefox.com zu unterstützen bzw. die momentane Uhrzeit ist nämlich genau 3:50 PM in Brasilien. Dieser Zeitpunkt wurde von SpreadFirefox festgelegt um weltweit Artikel zum neuen Firefox genau um 3:50 (nach deren Uhrzeit) für Version 3.5 des neuen Firefox herauszugeben und Mozilla zu unterstützen. Nach der koordinierten Weltzeit ist es um 20:50 Zentraleuropäischer Sommerzeit(also 8:50 PM) genau 3:50 PM in Brasilien. :)

Der neue Firefox hat Perfomance-mäßig ziemlich zugelegt. Viele Erweiterungen des Firefox 3.0 wurden auch bereits für Firefox 3.5 herausgegeben, da die Entwickler der Erweiterungen oft auch die Beta-Versionen und Release-Canditates als Vorlage für ihre Erweiterungen benutzen. Als Beispiel nenne ich mal: AdBlock Plus, All-in-one-Sidebar, WebDeveloper Toolbar, WOT Plugin(Mehr AddOns benutze ich selbst nicht, um die Performance nicht auf IE-Niveau zu senken :D )

Ubuntu-spezifischen Dinge

Die gute Nachricht ist:

  • Firefox kann auch ohne Kenntnis von “make” und Parametern von Compiler-Optionen unter Ubuntu lauffähig gemacht werden.
  • Die Daten im Verzeichnis /home/username/.mozilla/firefox werden nicht gelöscht sondern können weiter benutzt werden (Chronik, Lesezeichen, Addons, Passwörter, Cookies, …).
  • Die Vorgehensweise die ich hier erläutern werde bzw. das Script welches ich vorstellen werde bietet die Möglichkeit die jeweils aktuellste Firefox-Version automatisch upzudaten(z.B. 3.5 auf 3.5.1, etc.)

Die schlechte Nachricht ist:

  • AddOns, welche über die Paketverwaltung installiert wurden, können über diese Installationsweise – die ich hier erläutern werde – nur durch Neuinstallation über die Mozilla-Website erneuert werden.*

* Die Nachricht ist auch nicht wirklich schlecht, denn die Konfiguration der AddOns wird in dem oben bereits erwähnten /home/user/.mozilla/firefox gespeichert, also macht das auch kaum Mühe ;)

Wie gehe ich vor um Firefox 3.5 zu installieren?

Hinweis: Obwohl Firefox 3.5 heruntergeladen wird sollte das Paket firefox installiert sein!

Dazu gibt es ein Projekt auf Sourceforge namens Ubuntuzilla welches auch direkt ein .deb-Paket für 32- und 64-Bit Versionen von Ubuntu enthält. Das entsprechende Paket muss einfach nur heruntergeladen und installiert werden.

Danach einfach nur ein Terminal öffnen, und

ubuntuzilla.py

eingeben. Der Benutzer wird gefragt ob er die aktuellste ODER eine ältere Version haben möchte. Anschließend wird der Benutzer noch vor die Frage gestellt, welche Sprachdateien er verwenden möchte. Leser dieses Blogs werden vermutlich größtenteils 11 eingeben, um eine deutschsprachige Version von Firefox zu erhalten. Das Script lädt die passenden Dateien dann von Mozilla (importiert auch den GPG-Schlüssel von Mozilla), fragt den Benutzer auch, ob dieser seinen Browser automatisch erneuern lassen möchte wenn eine neue Version erscheint und schon ist es zu Ende.

Wie bereits erwähnt funktionieren AddOns aus den Paketquellen nicht mehr. Diese müssen nun erneut über die Firefox-AddOns Seite von Mozilla installiert werden (oder z.B. von der Adobe Website, wenn Sie den Flash Player von Adobe benutzen möchten).

Bevor ich vergesse dies zu erwähnen: Firefox ist nicht erst seit heute in Version 3.5 von Mozilla als stabil erklärt worden, doch das SpreadFirefox Projekt hat sich den heutigen Tag ausgesucht ;)

PS: Ich habe diesen Artikel jetzt in wirklich sehr kurzer Zeit und mit wenig Recherche geschrieben, da ich erst spät von dem Shiretoko-Shock erfahren habe und möchte darum bitten Fehler auch mal zu verzeihen.

PPS: Wenn ihr so weit gelesen habt, habt ihr auch Zeit den Firefox 3.5 zu installieren, oder nicht?

Suchfeld im Firefox mit OpenSearch anpassen

Freitag, 22. Mai 2009

Vor kurzem überlegte ich mir wieso ich das Suchfeld im Firefox eigentlich auf “Google” eingestellt habe, obwohl ich die Google-Toolbar ebenfalls benutze. Also überlegte ich mir eine Lösung zu finden, um weitere Suchanbieter hinzuzufügen.

Nach kurzem Suchen bin ich dann auf eine Seite der Mozilla-Entwickler gestoßen, in der die Vorgehensweise zum hinzufügen eines Suchanbieters erläutert (https://developer.mozilla.org/en/Creating_OpenSearch_plugins_for_Firefox)

Als nächsten Schritt überlegte ich mir ein Forum zu nehmen, welches sich mit Ubuntu befasst um dafür einen Suchanbieter einzufügen. Die deutschen Foren: ubuntuusers.de und ubuntu-forum.de haben mich dann gleich mal überrascht, da ich dort sofort beim Aufruf der Foren durch Verfärbung des Auswahlmenüs neben den Suchanbietern darauf hingewiesen wurde(siehe Abbildungen), dass diese bereits entsprechende XML-Dateien bereitstellen(in ubuntu-forum.de muss man angemeldet sein um das Suchfeld dafür zu benutzen, ansonsten müsste man nämlich einen Sicherheitscode eingeben!).

Abbildung der Adressleiste im Firefox auf forum.ubuntuusers.de und hinterlegtem Auswahlmenü neben dem Suchfeld

Abbildung der Adressleiste im Firefox auf ubuntu-forum.de und hinterlegtem Auswahlmenü neben dem Suchfeld

Gut, dachte ich mir und fügte die 2 Suchanbieter (wobei ubuntuusers.de sogar 2 XML-Dateien liefert um entweder das Forum oder alles zu durchsuchen ;) ) zum Firefox hinzu. Doch wollte ich auch selbst mal so eine XML-Datei erstellen…

Also sah ich mir die beiden österreichischen Foren an: ubuntu-austria.at und ubuntu-at.com. Und siehe da: beide Foren verlinken keine XML-Datei nach dem OpenSearch-Standard…

(weiterlesen …)