Meine Meinung zu LibreOffice und Unity
Nachdem Ubuntu 11.04 im April dieses Jahres mit LibreOffice und Unity ausgeliefert wird, möchte ich mich hier kurz dazu äussern.
Die Entscheidung in Zukunft auf LibreOffice zu setzen – halte ich – wie die meisten Ubuntu-User für sinnvoll. Immerhin hat sich Oracle seit der Übernahme scheinbar nicht gerade Mühe gegeben das OpenOffice.org-Projekt zu unterstützen. Canonical Ltd. arbeitet zwar auch in einigen Bereichen eher in Richtung kommerzieller Interessen (Ubuntu One, Landscape, …) und weniger in Richtung Quelloffenheit, doch das Unternehmen scheint die Entscheidungen meist auch sorgfältig abzuwiegen um den privaten Ubuntu-User nicht zu sehr abzuschrecken oder zu verärgern.
LibreOffice hat zahlreiche und nahmhafte Unterstützer, obwohl erst vor kurzem die erste stabile Version erschienen ist.
Zu Unity kann ich – auf Grund mangelnder Erfahrung – noch kaum etwas sagen. Ein größerer Umbau der Benutzeroberfläche ist immer eine etwas riskante Sache, da der Mensch Gewohnheiten nachgeht – der Anwender und der Administrator müssen also damit erstmal klar kommen. Es hängt letztlich von der Umsetzung ab, welche Natty Narwhal nach der Veröffentlichung beinhaltet. Ich schätze die Chancen, dass Benutzer wegen Unity abwandern eher gering ein. Zur Sicherheit sollte allerdings auf jeden Fall ein alternatives Ubuntu mit GNOME-Oberfläche bereitgestellt werden.
Tags: libreoffice, narwhal, natty, ubuntu, unity
29. Januar 2011 um 13:25
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29. Januar 2011 um 14:05
Bin im großen und ganzen Deiner Meinung. Die Entscheidung auf LibreOffice anstatt auf OpenOffice zu setzen ist meiner Meinung nach die logische Konsequenz aus Oracles gebaren gegenüber der Open Source Gemeinde.
Bei Unity denke ich ist es ein bisschen eine andere Sache. Ich denke, dass die Entscheidung nicht sooo Riskant ist. Immerhin hätte mit Gnome 3.0 und Gnome Shell sowieso eine große Umstellung für den Desktop angestanden. Für mich nutzt hier Canonical die Gunst der Stunde. Das Risiko liegt eher darin, dass Gnome-Shell “besser” sein könnte.
30. Januar 2011 um 00:37
Ich finde Canonicals Kurs gut. Sie wagen etwas und gleichzeitig denken sie auch daran was passieren könnte wenn es schief geht. Wem Unity nicht gefällt der kann bei Natty einfach den “alten Desktop” beim Login wählen und bekommt dann ein ganz normales GNOME 2.x
Gleiches gilt für LibreOffice, wem es nicht gefällt kann es sehr einfach durch eine andere Office-Software ersetzen.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und deswegen ist das Geschrei bei jeder kleinen Änderung immer so groß, doch einmal Hand aufs Herz, bisher hat Canonical kaum etwas falsch gemacht. Ich bin froh das sie sich etwas trauen und Ubuntu nicht die X’te Distribution ist, mit den immer gleichen Standardprogrammen und dem selben äußeren Erscheinungsbild (mal vom Hintergrundbild abgesehen).
30. Januar 2011 um 17:16
Schade ist nur, dass sich der Name OpenOffice langsam in der Welt der Laien durchgesetzt hatte. Jetzt geht das ganze Branding für LibreOffice von Neuem los.
Bei Unity kann man nur hoffen, dass es die Benutzung für Otto-Normal-Benutzer vereinfacht. Die haben nämlich mit der Benutzung von PC mehr probleme, als für uns Geeks vorstellbar.
10. April 2011 um 22:19
Also ich finde das Unity rockt.. hat einfach Klasse.. und es ist eigentlich sehr einfach Bedienbar!