Präsentationen mit der LaTeX-Beamer Klasse erstellen

Wer öfters mal Präsentationen macht und nicht immer OpenOffice.org zur Verfügung hat, oder einen anderen Weg sucht um diese zu erstellen, kann sich unter Ubuntu bequem der LaTeX-Beamer Klasse bedienen. Wer LaTeX von Grund auf erlernen möchte sei hierbei auf diverse Anleitungen verwiesen: http://www.latex-project.org/intro.html, http://www.kubieziel.de/computer/latex-tutorial.html.

Die Beamer-Klasse ist unter Ubuntu direkt als Paket verfügbar. Hierzu einfach mal sudo apt-get install latex-beamer ausführen. Danach muss eine Präsentation angelegt werden. Grundsätzlich beherrscht auch gedit die Syntax von TeX/LaTeX und so kann man gleich mit diesem seine Präsentationen bearbeiten und mit der Endung .tex abspeichern. Um zu veranschaulichen wie eine Präsentation aufgebaut wird habe ich bei mir eine Präsentation der FSFE, welche kürzlich an der Technischen Universität Graz gehalten wurde – zum Thema Freie Software Lizenzen, von Peter Bubestinger – hochgeladen (Creative Commons 3.0 Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen).

Diese muss auf eurem System lediglich entpackt werden, dann öffnet ihr ein Terminal, wechselt in das Verzeichnis der .tex-Datei und gebt:

pdflatex fs_tu_graz.tex

ein, und schon wird die Präsentation ins PDF-Format gebracht. Öffnet man diese PDF-Datei nun in Evince und drückt F11, so erscheint rechts oben eine Schaltfläche mit der Bezeichnung: “Präsentation starten”. Nun kann man wie gewohnt mit  Eingabe von Seite zu Seite gehen:

Mit der Pfeil-Taste nach oben bzw. nach links kommt man zur vorherigen Seite und die Pfeile nach unten bzw. rechts blättern ebenfalls weiter, falls mal eine Taste klemmen sollte. Auch mit der Leertaste und anderen Tasten (etwa: Bild auf, Bild ab) lässt sich die Präsentation steuern. Mit F5 kommt man übrigens direkt zum vorführen der Präsentation, ohne zuerst in den Vollbild-Modus wechseln zu müssen.

Fazit: Wenn man die Syntax durchschaut hat, lassen sich recht gute Präsentationen machen. Ein “toll animierter” Folienübergang beeindruckt heutzutage ohnehin kaum mehr jemanden und außerdem ist es sehr einfach zu bearbeiten und weiterzugeben: daher auch Ideal geeignet für Creative Commons-Werke.

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6 Antworten zu “Präsentationen mit der LaTeX-Beamer Klasse erstellen”

  1. zerwas sagt:

    Schade nur, dass es nicht viele gestalterische Freiheiten gibt, die Präsentationen zu verändern. Bei mit LaTeX gemachten Präsentationen trifft man immer und imer wieder auf ein und dasselbe Design.

  2. admin sagt:

    Ja. Das könnte in der Tat noch verbessert werden. Ich wollte hier nur mal die Möglichkeit vorstellen, da ich denke, dass noch nicht allzu viele Leute damit Erfahrung sammeln konnten.

  3. fedov sagt:

    Für “toll animierte” Übergänge nehme man impress!ve (http://impressive.sourceforge.net/ auch in den Ubuntuquellen).

    Und natürlich kann man das Design verändern, nur: Es ist ja gerade das Konzept von Latex, ein (typographisch) perfektes Ergebnis zu liefern, an dem man eben nicht jedes mal herumtüfteln muss

  4. Skittles sagt:

    Was an impressive auch noch schön ist, dass man die “Anzeigefläche” über Laptop und Beamer ausdehnen kann. In der Beamer-Class gibts noch die möglichkeit “notes” anzulegen und die neben der Präsentation anzeigen zu lassen, so dass man mit impressive auf dem Laptop-Bildschirm dann seine Notizen hat und auf dem Beamer die Folien.

  5. marcel sagt:

    Eine Kleinigkeit, die mir aber bei (fast) allen Beamer-Präsentation auffällt:
    Ein kurzes: \setbeamertemplate{navigation symbols}{}
    würde die Navigationssymbole unten rechts verschwinden lassen… Ich habe schon viele Beamer-Präsentationen gesehen, aber noch *nie* jemanden, der auf die Symbole geklickt hat (insbesondere: Suchen? Während einer Präsentation?).

    Und häufig (wie auf dem Screenshot hier) wird ein Teil der Symbole eh von Inhalt überlagert.

  6. Peter B. sagt:

    Ein für mich extrem wesentlicher Punkt ist, dass die Zeit die ich brauche um den Inhalt eines Vortrages “in Folien zu gießen” sich wahnsinnig reduziert hat.

    Mir wurde Beamer von einem Freund gezeigt, als ich mit Zeitdruck im Nacken in OpenOffice.org mit WYSIWYG ewig gebraucht habe um die ersten paar Folien zu “zeichnen”. Mit Beamer war es dann schnell und rechtzeitig erledigt.

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