Ubuntu mit LXDE und XDM

Ich habe mir versuchsweise in VirtualBox ein System eingerichtet um zu sehen wie sich Ubuntu mit LXDE und XDM macht. GDM und GNOME sehen zwar nett aus, und sind in Sachen Übersetzung und Unterstützung sicher am besten, doch das System ist unter GNOME “Ressourcen-hungriger” als unter LXDE. Das Standard-Design von LXDE finde ich ehrlich gesagt überhaupt nicht schön, und so habe ich das Design von GNOME für LXDE nachgestellt:

LXDE im GNOME-Stil

Um die Uhrzeit in selber Weise darzustellen wie man es von GNOME kennt, hilft ein Rechtsklick auf das Applet. Anschließend wählt man im Kontext-Menü “Digitale Uhr”-Einstellungen und tragt im Feld Zeitformat folgendes ein:
%a, %d.%B, %H:%M

Die Farbe der Panels ist in den hier abgebildeten Screenshots auf #222222 gesetzt wobei #333333 der Originalfarbe des GNOME-Panels näher kommt. In den Panel-Einstellungen kann man sich das Panel oben, unten, links oder rechts ausrichten, sowie die einzelnen Elemente des Panels zurechtrücken und mit Abständen besser platzieren. Das Icon für das Hauptmenü fand ich unter /usr/share/icons/gnome/scalable/gnome-main-menu.svg. Die Hintergrundbilder findet man unter /usr/share/backgrounds wieder.

Im laufenden Betrieb hatte ich jetzt einen recht geringen Ressourcenbedarf, doch der Start mit gdm beanspruchte mir noch zu viel. Also tauschte ich gdm durch den einfachen xdm (natürlich wäre ein Konsolenlogin ebenso möglich

X Desktop Manager

Nachdem ich soweit alles meinen Wünschen angepasst hatte, musste ich nochmal nachsehen wie viel Speicher das fertige “Minimalsystem” benötigen würde. Ohne weitere Anwendungen kam ich auf etwa 70 MB RAM:

Auslastung

Bei 128 MB RAM lässt sich mit Firefox schon recht gut surfen, und bei 192 MB RAM startet OpenOffice.org auch – wobei hier wohl die Kombination: Abiword, Gnumeric angebracht scheint. Mit 256 MB sollte man schon ziemlich flott unterwegs sein können. Irgendwie wäre es doch toll, Ubuntu speziell für langsamere System zu “remastern”, da Xubuntu z.B. schon mit einer Animation startet. Mit LXDE und OpenBox sowie XDM ist Ubuntu schon recht schlank und ich hoffe, ich schaff es noch ein System mit grundlegenden Programmen bei 128 MB flüssig laufen zu lassen.

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4 Antworten zu “Ubuntu mit LXDE und XDM”

  1. burli sagt:

    Hübsch geworden. Ich mag die “zwei Panel Anordnung”. Habe gerade gestern einen alten Laptop (Pentium 3, 256MB RAM) wieder mal neu installiert. Allerdings nicht mit *buntu, weil die Live-CD seit Karmik und die Alternate CD seit Intrepid nicht mehr starten will. Warum weiß ich nicht

    Ich habe gestern mal Sidux mit Xfce probiert, und ich muss sagen, dass es sich gelohnt hat. Nach dem Booten braucht das System auch nur rund 80MB RAM und fühlt sich merklich flüssiger an. Zum Surfen nehm ich allerdings Epiphany und als Mail Client Sylpheed.

    Ich würde ja Midori nehmen, aber damit kann ich mich seltsamerweise nicht bei ubuntuusers.de anmelden. Bei anderen Seiten klappt es.

    Insgesamt ein schönes System, und mit ein paar Modifikationen würde ich sicher noch ein paar MB sparen. Bei mir startet nach wie vor GDM und ich habe einige Applets in’s Panel geladen. Sehe derzeit aber keinen Grund, hier noch weiter abzuspecken.

    Mit Xubuntu erweist man Xfce leider keinen guten Dienst, weil es viel zu überladen ist mit Gnome Zubehör. Dadurch verliert es seine eigentlich schlanken Vorzüge

  2. scrat sagt:

    …mich hat Crunchbang Linux in dieser disziplin überzeugt.

    läuft so flüssig das halt geht auf nem 800mhz laptop mit 128mb ram.

    das ganze setzt auf openbox und ubuntu auf und kommt deiner idee von nem remasterten ubuntu recht nah.

    habs mir bisher allerdings nur flüchtig angesehn, aber der erste eindruck ist ja bekanntlich der wichtigste…

  3. Leszek sagt:

    ZevenOS ( http://www.zevenos.com ) läuft ebenfalls auf schlanken Rechnern ab 128 MB RAM.
    Basiert auf einer Kombination von XFCE und Sawfish. Sprich XfDesktop und Sawfish als Fenstermanager.
    Das ganze System braucht frisch gebootet etwa 80 MB. Mit dabei sind dann aber auch so Sachen wie Gnome-Netzwerkmanager, notify-osd, xfce4-volumed und thunar-volman.
    Abiword und Gnumeric verrichten auch beii 128 MB RAM einen guten Dienst.
    Für den Firefox wird es aber auch mit 128 MB RAM etwas knapp, weshalb hier eine SWAP Partition sicherlich angebracht wäre.

  4. Marius Peters sagt:

    hm, also im Prinzip finde ich lxde nicht schlecht. Ist auf jeden Fall viel viel komfortabler als nur openbox.
    Aber das native lxde panel finde ich einfach nur häßlich. Was mich weiter an lxde störrt ist die inkonsequente Einbundung von openbox. openbox hat für mich immer bedeutet, kein Menü mehr zu brauchen, sondern alles über das openboxmenü mit rechter Maustaste zu erledigen.

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